Gemeinnützige Stiftung für Gitarren- und Lautenmusik
Die Hermann Hauser Guitar Foundation (HHGF) ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in München. Sie wurde 2004 von Hermann Hauser III gemeinsam mit dem Münchner Unternehmer, Produzenten und Gitarristen Klaus Wolfgang Wildner gegründet und ist nach dem Münchner Gitarrenbauer Hermann Hauser I (1882–1952) benannt. Dieser baute 1937 eine der berühmtesten Konzertgitarren für Andrés Segovia, die heute zur Ausstellung des Metropolitan Museum of Art gehört.
Zweck und Tätigkeit
Die Stiftung fördert und pflegt weltweit Wissenschaft und Kultur im Bereich der Gitarren- und Lautenmusik. Dies wird unter anderem durch die Erforschung und Darstellung der historischen Grundlagen der Gitarrenentwicklung einschließlich des Instrumentenbaus, den Aufbau einer öffentlich zugänglichen Instrumentensammlung (auch treuhänderisch) sowie die Vergabe von Preisen an Musiker, Medienkünstler und Musikwissenschaftler umgesetzt.
Der Kunstpreis wird unter dem Namen „Nymphenburger Gitarrenkunstpreis” verliehen. In den zwei Jahren zwischen den Verleihungen vergibt die Stiftung außerdem einen Förderpreis für Gitarrenstudierende.
Weitere Aktivitäten
Die Stiftung entwickelt ein digitales Gitarrenmuseum: Das „Hermann Hauser Museum” ist eine Plattform zu Leben, Werk und Vermächtnis Hermann Hausers und zeigt die Instrumente der Familie Hauser. Zudem gab es Projekte zur Unterstützung der musikalischen Ausbildung von Kindern und Jugendlichen in Entwicklungsländern durch die Bereitstellung von Gitarren und Lehrmaterial.
Die Familientradition selbst läuft parallel weiter: Seit 2010 arbeitet Kathrin Hauser, die Tochter von Hermann Hauser III., ebenfalls als Gitarrenbauerin in der Werkstatt in Reisbach.
